Ein Dorf als Organismus – und wir mittendrin

“Wenn wir Nägel haben, bauen wir einen Zaun. Falls nicht, bauen wir den Kommunismus auf.” Mit diesem Spruch bei der morgendlichen Lagebesprechung gab Betriebsleiter Iwan die Richtung vor. Wir hatten Nägel, also haben wir einen Zaun gebaut. Und im Garten gearbeitet…Der heutige Arbeitseinsatz im Betrieb “Zhiva Zemlya Potutory” war ein Höhepunkt für die Dynamik der Gruppe – wie arbeiten wir als Team zusammen, wer kann was und wer bestimmt eigentlich, wer was macht? Definitiv ein Erlebnis, das sowohl uns als auch den Betrieb weitergebracht hat.

Bevor wir zum Zaunbau kamen, musste der ehemalige Hühnerauslauf abgebaut und von Gestrüpp, Ästen, Unrat und Steinen befreit werden. Diese Fläche ist als Erweiterung für den Kräuteranbau vorgesehen. In Abwesenheit von Christina, die dieses Paradies von einem Garten hegt und pflegt, wurden also die Voraussetzungen für einen blühenden Garten geschaffen. Außerdem gab es weitere Stationen, die wir auf den Bildern für euch dokumentiert haben.

Das Ergebnis unserer Arbeit war gut zu sehen. Wir haben also unsere Spuren in der Ukraine und auf dem Betrieb hinterlassen. Ein schönes Gefühl.
Unabdingbarer Bestandteil des Programms für Besuchergruppen ist die Abschlussrunde – Rückblick und Vorausschau. Dabei schilderten Betriebsleiter Iwan, Berater Berthold und mehrere Teilnehmer ihre Ideen und tauschten Wissen aus. Im Anschluss hatten wir noch die Möglichkeit, im Hofladen einzukaufen und uns somit ein Stück Potutory mit nach Hause zu nehmen.

Während unseres gesamten Aufenthaltes auf dem Betrieb waren morgens, mittags und abends immer wieder Dorfbewohner zu sehen, die entweder ihre Tiere über das Betriebsgelände zur Weide trieben oder den Hauptweg anderweitig als Abkürzung nutzten. Auch der Schulbus fährt über diese Straße. Wir überlegten, wie sich das mit den hygienischen Anforderungen vereinbaren lässt. Betriebsleiter Iwan erklärte dazu, dass ihm die Hände gebunden seien. Er könne natürlich die Straße sperren, aber dann bekomme er Ärger mit der Dorfbevölkerung. Auf deren Kooperation sei er aber angewiesen, denn die Pachtflächen gehören dem Dorf, 20 Dorfbewohner arbeiten auf dem Betrieb und so weiter und so fort…
Ein archaisches Konzept. Das Dorf ist quasi ein großer Organismus, in dem jeder auf den anderen angewiesen ist. Der Betrieb braucht die Dorfbewohner und die Dorfbewohner brauchen den Betrieb.

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