Der siebtgrößte Honigproduzent der Welt…

… ist die Ukraine. Diese Tatsache weiß ich erst seit wenigen Tagen. Doch die Ukraine ist für mich ein weißes Blatt, weshalb ich auch keine Vorstellung über ukrainische Imkerei habe. Nun also, stand die Betriebsbesichtigung der Imkerei “Carpathian Honey“ an. Der erste Blick erfüllt die deutschen Klischees. Zwei ältere Männer empfangen uns. Wir besichtigen einen Bienenwagen und bekommen sonderbare Tipps zum Thema Füttern. Die Wabenlagerung findet in einem alten Eisenbahnwagon mit Weihrauch und Walnussblättern, gegen die Wachsmotte, statt. Dann scheint uns der Imker etwas beweisen zu wollen und öffnet ein Bienenvolk. Dass die Carpatica-Carnica Kreuzung nicht gerade friedlich ist, bekommen wir sofort zu spüren. Wer nicht schnell genug wegläuft, wird gestochen… Dann wird uns der Schleuderraum gezeigt. Auf eine komische Art und Weise müssen wir (Imker) uns erst einen Platz erarbeiten. Unser Imkerkollege stellt uns die Frage: „Wer ist Imker?“ Die Antwort kommt direkt: „Erstens wer seit 10 Jahren imkert, zweitens wer mehr als 20 Völker hält und drittens wer mehr als eine Tonne Honig schleudert. Alle anderen sind Liebhaber.“ Wir erklären ihm, dass wir Imker sind, dann geht die Führung weiter. So langsam erwecken wir bei unseren Imkerkollegen das Interesse und erzählen über die Imkerei in Deutschland.

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Der eindeutige Höhepunkt der Besichtigung steht nun bevor. Eine Verkostung, aber auf ukrainische Art. Angefangen wird mit Honigvodka, der von der Konsistenz an Schweröl erinnert. Die 55 Vol.-% machen sich sofort bemerkbar. Im Folgenden lernen wir die Honigverkostung auf ungewöhnliche Art kennen: Salzsaure Gurken mit Honig on top. Das kann doch nicht schmecken! Aber wir werden eines Besseren belehrt – es schmeckt! Die Runde wird immer lustiger – sicher auch Dank dem Honigvodka. Wir bekommen einige Honigraritäten zur Verkostung: Hanf, Goldrute, Fichte und Buchweizen – aber ohne Gurke. Um besser die Nuancen zu schmecken. Wir fachsimpeln über Zucht und Honiggewinnung und unser Dolmetscher Roman stößt an sprachliche Grenzen: „Der Hanfhonig hat in der Tat energetische Wirkung“. Die Stimmung ist nun sehr gut und wir sprechen über mögliche Kooperationen und laden zu einem Besuch unserer Imkereien in Deutschland ein.  Zum Abschied bekommen wir noch ein wirklich außerordentliches Geschenk aus Honig und Pollenproben in einer sehr schönen Holzverpackung. Vielen Dank für diese Begegnung…

Autor: Maria von Schledorn

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